IPhO 2012 : Resultate

Tallinn - Estland empfing dieses Jahr die 43. Internationale Physikolympiade (IPhO), welche gleich an zwei Orten statt fand: Die verschiedenen Prüfungen wurden in der Universitätsstadt Tartu ausgetragen, wo ausserdem auch die Teilnehmer logierten. Die Team-Leader hingegen wohnten und arbeiteten in der Hauptstadt Tallinn.

Während der fünfstündigen Theorieprüfung mussten sich die Teilnehmer mit Problemstellungen aus diversen Teilgebieten der Physik auseinander setzen. In einer Aufgabe wurden die verschiedenen Phasen in der Entstehung eines Sterns untersucht, dies unter Berücksichtigung zahlreicher thermodynamischer Eigenschaften. In einem anderen Problem mussten sie die Funktionsweise eines elektrostatischen Kelvin-Generators verstehen, und wieder eine andere Frage bezog sich auf die Bildung von Wassertropfen an Flugzeugflügeln.

Der zweite Teil bestand aus einer experimentellen Prüfung, und auch dort wurden unsere Teilnehmer auf die Probe gestellt. Im ersten Experiment wurde ein Magnet ins Wasser getaucht, um danach die Veränderung der Wasseroberfläche zu beobachten. Das Ziel bestand darin, die Dicke der Oberfläche mit einem Laser zu messen und die magnetische Permabilität von Wasser zu bestimmen. Das zweite Experiment war noch schwieriger, denn es mussten die Eigenschaften einer Black-Box bestimmt werden, in deren sich ein unbekannter, nicht-linearer Stromkreis befand.

Die Schweiz wurde dieses Jahr von folgenden fünf Kandidaten vertreten (von links):

  • Dominic Schwarz,
    aus Teufen (Kantonsschule Trogen, AR)
  • Sebastian Käser,
    aus Gurzelen (Gymn. Thun Schadau, BE)
  • Christoph Schildknecht,
    aus Meggen (Kantonsschule Musegg, LU)
  • Laura Gremion,
    aus La Tour-de-Trême (Collège du Sud, FR)
  • Thanh Phong Lê,
    aus Crissier (Gymnase du Bugnon, site de Sévelin, VD) [nicht auf dem Foto zu sehen, da er bereits zur IChO in die USA weitergereist war]

Laura Gremion und Dominic Schwarz haben beide eine Honourable Mention gewonnen, Sebastian Käser und Thanh Phong Lê kehren mit einer Bronzemedaille zurück, und Christoph Schildknecht hat sich sowohl eine Silbermedaille als auch den Spezialpreis für den besten Lösungsweg im Experimentalteil verdient!

Herzliche Gratulation an das Team für diese ausserordentliche Leistung!

Pressemitteilung