IPhO 2018: Resultate

An der internationalen Physik-Olympiade in Portugal nahmen vom 21.-29. Juli 2018 die besten 400 Nachwuchstalente aus 90 Ländern teil. Die jungen Physikerinnen und Physiker lösten an den beiden Prüfungstagen drei Theorieaufgaben und zwei Experimente. Sie untersuchten beispielsweise die Elastizität eines Polymerfadens, analysierten das Signal einer Gravitationswelle oder modellierten das Wachstum eines Tumors. Lionel Philippoz, Astrophysiker und Begleiter des Schweizer Teams betont: "Die Aufgaben stammen aus der aktuellen Forschung. Die Mittelschüler übten, wie eine Forscherin oder ein Forscher zu denken. Davon werden sie in Zukunft profitieren."
Text: Mirjam Sager



Von links nach rechts: Arthur, Tobias, Hiro, Tim, Ciril. Bild: Lionel Philippoz

Die Schweiz wurde vertreten durch:

  • Arthur Jaques, aus Massagno/TI (Liceo Lugano 2)
  • Tobias Hächler, aus Binningen/BL (Gymnasium Oberwil)
  • Hiro Farré Kaga, aus Rolle/VD (Institut le Rosey)
  • Tim Mosimann, aus Bellmund/BE (Gymnasium Biel-Seeland)
  • Ciril Humbel, aus Burg/AG (Alte Kantonsschule Aarau)

Tobias Hächler gewann eine Ehrenmeldung! Herzliche Gratulation!

Die vollständigen Resultate sind auf IPhO 2018 ersichtlich.
Medienmitteilung

EuPhO 2018: Resultate

Die Europäische Physikolympiade 2018 fand vom 28.5. bis zum 01.06. in Dolgoprudny in der Nähe von Moskau in Russland statt. Diese Olympiade fand erst zum zweiten Mal statt und die Schweiz nahm zum ersten Mal daran teil. Die Schweiz wurde vertreten durch

  • Namu Bae, aus Morges/VD (Gymnase de Renens)
  • Matthias Bürgler, aus Brunnen/SZ (Kantonsschule Schwyz)
  • Keanu Gleixner, aus Dättwil/AG (Kantonsschule Baden)
  • Marco Rotschi, aus Mönchaltorf/ZH (Kantonsschule Uster)
  • Severin Spörri, aus Stein am Rhein/SH (Kantonsschule am Burggraben)




Von links nach rechts: Barbara Roos (Leader), Namu, Keanu, Matthias, Severin, Marco, Alfredo Mastrocola (Observer)

Der Wettbewerb bestand aus zwei fünfstündigen Prüfungen. Im experimentellen Teil ging es darum, eine poröse Membran mit Diffusion und optischen Methoden zu untersuchen. Der theoretische Teil bestand aus drei Aufgaben, die es mit Hilfe von Mechanik, Magnetismus, Thermodynamik und Konzepten der Variationsrechnung zu lösen galt. Die Aufgaben erforderten viel Kreativität und physikalisches Verständnis. Dass die Prüfung sehr schwierig war, bestätigen auch die Punktzahlen: Der beste Teilnehmer insgesamt erreichte 31.1 von 50 möglichen Punkten. Anschliessend an die offizielle Korrektur konnten die Teilnehmenden bei der sogenannten Moderation mit den Korrektoren übersehene oder unklare Teile ausdiskutieren.

Daneben hatten die Teilnehmenden Gelegenheit Moskau zu besuchen und gleichgesinnte Jugendliche aus ganz Europa kennenzulernen.




Unterwegs in Moskau

Bei der Schlusszeremonie wurden die Resultate bekanntgegeben, auch für die Schweiz gab es eine Auszeichnung: Namu Bae gewann eine Ehrenmeldung! Herzliche Gratulation!
Medienmitteilung



Namu Bae mit seiner Ehrenmeldung




Alle Teilnehmer der EuPhO 2018

© Bilder: Barbara Roos

Resultate Final 2018

Aarau - Am 24. und 25. März fand der Final der Schweizer Physik-Olympiade an der NKSA in Aarau statt. Vierundzwanzig Teilnehmende, die sich bei der zweiten Selektionsrunde im Januar qualifiziert hatten, stellten sich den über 6 Stunden Prüfungen. Ihr Ziel war ein Platz in einem der beiden Teams, welche die Schweiz dieses Jahr an der internationalen Physikolympiade (IPhO) und and der europäischen Physikolympiade (EuPhO) vertreten.

Die Prüfungen haben die Teilnehmenden vor grosse Herausforderungen gestellt. In einem theoretischen Teil wurde Wissen aus diversen Physikgebieten getestet. Es ging um magnetische Dipole, das Spektrum des Saturns und den Aufbau eines Atomkerns. Im Experiment wurden die praktischen Fähigkeiten der Teilnehmer auf eine harte Probe gestellt. Zuerst musste die Dicke eines Wolframdrahts auf wenige Mikrometer genau bestimmt werden. Danach war das Ziel aufgrund von Strom- und Spannungsmessungen die Temperatur des Wolframdrahtes in einer Glühbirne zu berechnen.

Am Ende des Wettbewerbs ergab sich folgende Rangliste:

Rang Name Region Punkte (Max. 120) Auszeichung Team Sonderpreis
1 Julius Vering de 60.75 Gold SPG-Award 1
2 Arthur Jaques it 47.75 Gold IPhO SPG-Award 2
3 Ciril Humbel de 45.75 Gold IPhO
4 Tim Mosimann de 44.75 Gold IPhO
5 Hiro Josep Kaga fr 44.25 Gold IPhO
6 Tobias Hächler de 42.75 Silber IPhO
7 Keanu Gleixner de 40.75 Silber EuPhO
8 Namu Bae fr 38.75 Silber EuPhO
9 Severin Spörri de 38.00 Silber EuPhO
10 Bibin Muttappillil de 37.75 Silber
11 Erwan Serandour fr 37.50 Bronze
12 Marco Rotschi de 35.50 Bronze EuPhO
13 Matthias Bürgler de 34.00 Bronze EuPhO
14 Lennart Horn de 32.75 Bronze
15 Lucas Dodgson de 31.25 Bronze
16 Louis Linder de 29.75
17 Eric Ströher fr 28.25
18 Thoma Leisibach de 27.50
19 Ramon Buchenberger de 25.75
20 Jonas Raich de 24.75
21 Edouard Dufour de 24.25
22 Andreas Schneider de 21.75
23 Laura Nydegger de 21.00
Ausser Konkurrenz (Liechtenstein):
Mario Wildhaber FL 18.75

1) Beste(r) Schweizer Teilnehmer(in) (Preis der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft)
2) Zweitbeste(r) Schweizer Teilnehmer(in) (Preis der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft)

Wir gratulieren allen Teilnehmern herzlich. Zudem ermutigen wir alle Kandidaten wenn möglich nächstes Jahr wieder teilzunehmen. Die Erfahrungen von diesem Jahr werden euch zweifellos einen Vorteil bringen. Wer nächstes Jahr nicht mehr teilnehmen darf und bei der Physik-Olympiade in irgendeiner Form mithelfen möchte, darf sich gerne bei uns melden.

Offizielle Medienmitteilungen: Deutsch, Französisch, Italienisch.

Einige Bilder vom Final:

Experimantal Exam1
Theoretical Exam1
Medalists
Gold Medalists

© Bilder : Markus Meier

Experimentaltraining 2018

Vom 16. bis zum 18. Februar fand das SwissPhO Experimentaltraining 2018 auf dem Campus der EPFL in Lausanne statt. Sechzehn hoch motivierte Teilnehmende aus der ganzen Schweiz sind für dieses restrukturierte, jährliche Trainingslager angereist um sich auf die letzte Runde der Schweizer Physik Olympiade vorzubereiten. Das Lager in seiner neuen Form ergänzt das Theorietraining, welches letzten Herbst das erste Mal stattfand, mit dem zweiten wichtigen Pfeiler der Physik: Experimente.

Nach einigen theoretischen Einführungen zu Wechselstromkreisen, Metrologie und Datenauswertung konnten die Teilnehmenden während zweier Nachmittage selbst Hand anlegen. Während des Wechselstromlabors bauten und analysierten sie einen Hochpassfilter und identifizierten elektrische Bauteile, welche in Blackboxen versteckt waren. Am Samstagnachmittag arbeiteten sie mit ehemaligen IPhO und SwissPhO Experimenten, welche Phänomene wie etwa Foucault-Ströme, Wärmeleitung und Torsionspendel behandelten. Zusätzlich ermöglichte ein Besuch im interdisziplinären Zentrum für Elektronenmikroskopie (CIME) ihnen, einen Einblick in die Forschungseinrichtungen einer Technische Hochschule zu erhalten. Schlussendlich konnten sie ihr theoretisches Wissen in einer Vorlesung zu moderner Physik erweitern.

Wir hoffen, die in diesem Lager gesammelten Erkenntnisse werden ihnen in Zukunft helfen und wünschen ihnen alles Gute für die Finalrunde in Aarau.

Dieser Anlass hätte nicht ohne Hilfe der EPFL durchgeführt werden können. Insbesondere bedanken möchten wir uns beim Departement für Physik für die ausgezeichnete Unterstützung, der Stelle für Studienförderung für ihre Hilfe Physiklehrpersonen auf die Physikolympiade aufmerksam zu machen und der Fakultät für Ingenieursstudien, welche uns den Zugang zum Elektroniklabor ermöglichte.







© Photos: Alexandre Pinazza, Nicolà Gantenbein und Thanh Phong Lê